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Das Westend aufwecken (1.11.2017)

Kerbborschen wollen Traditionen aufrecht erhalten – mit Gesang durch die Straßen der Stadt

Von Vanessa Kokoschka

DIETZENBACH * Sie wollen die Tradition bewahren und die alten Riten nicht aussterben lassen: Kerbborschen ziehen durch die Straßen und verkaufen ihren Kuchen.

Getreu dem Motto „Wer hat noch nicht, wer will noch mal” ziehen die Kerbborschen um elf Uhr lautstark durch die Straßen des Westends und die Gassen der Altstadt. Spätestens jetzt fällt auch der letzte Langschläfer aus dem Bett. Und wenn man eh schon wach ist, kann man auch den traditionellen Kerbkuchen kaufen, sagen sich die Kerbborschen. Nach kurzem Warmtrinken vor der Hausnummer 21 an der Frankfurter Straße zieht die Gruppe mit Bollerwagen und Mikrofon die Feldstraße hoch.
„Wem ist die Kerb?”, ruft Altkerbborsch Tobias Jungermann seinem Gefolge zu. „Uns”, schalt es prompt zurück. Für Jungermann ist es eine Selbstverständlichkeit, die neuen Kerbborschen bei ihrem Weckruf zu unterstützen. „Das ist wie ein Feiertag”, sagt er und steigt in das nächste Lied ein.

Fahne schwenkend und mit Bollerwagen ziehen die Kerbborschen durch die Straßen. * Foto: zvk

Für Timo Füle dagegen ist es das erste Mal, dass er als Kerbborsch dabei ist. „Die Stimmung und die Gemeinschaft sind einzigartig”, sagt der 19-Jährige, „wenn ich nächstes Jahr die Chance habe, bin ich wieder dabei.” Alle Jahre wieder ist auch Bernd Knecht alias Malsi dabei. Er wartet mit Kaffee vor seinem Haus auf die Kerbborschen. Als Gründungsmitglied des Kerbvereins liegt es ihm am Herzen, die Tradition aufrecht zu erhalten. Für einen kurzen Kaffeeklatsch stoppt die Truppe bei Malsi. Dann geht’s die Konrad-Lang-Straße weiter. Wenige Häuser weiter wartet der nächste Imbiss. Thilo Daum*1) hat Fleischwurstbrötchen vorbereitet. In Dietzenbach geboren, verfolgt Daum*1) die Kerb seit seiner Jugend. Selbst Kerbborsch war er aber nie. „Das Fotografieren ist schon immer mein Hobby, von daher habe ich die Kerb lieber in Bildern festgehalten und begleitet.”
Die Weckruf-Strecke führt die Kerbborschen bis in die Altstadt. Neben möglichst viel Spaß eint die jungen Männer vor allem ein Ziel: die Tradition zu wahren. „Deswegen werden wir auch weitermachen, ob die Leute wollen oder nicht”, sagt Uwe Schmedemann, zweiter Vorsitzender des Kerbvereins. Er lacht. Für ihn ist die Kerb eine „Pubertätsprüfung”. Wer die fünf Tage heil übersteht, gehöre zum Kreis der Erwachsenen. Und hat somit die Chance, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

 

Quelle: Offenbach Post 1.11.2017

*1) Thilo Dohm – Hier hatte sich bei der Redaktion ein Fehler eingeschlichen.

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