wochen
3
4
tage
0
6
stunden
0
9
minuten
3
6
sekunden
1
4
bis zur Kerb am 26.10.2018


Symbole unserer Kerb

Die Symbole unserer Kerb sind der Kerbbaum, der Kerbkranz von Männerhand, gewickelt aus Selleriekraut und behängt mit bunten Bändern und der Kerbbobb. Selbige ist von Männerhand aus Stroh und Heu ordentlich bekleidet herzustellen und dient als Wahrzeichen und Schutzpatron der Kerb und des jeweiligen Kerbjahrgangs.

Der Kerbbaum

Mittags am Kerbfreitag fahren die Kerbborsche in den Wald und fällen eine möglichst gerade gewachsene Fichte von ca. 10-20 m. Beim Fällen darf die Fichte nicht zerbrechen. Besonders die empfindliche Krone muss erhalten bleiben. Der Rest des Stammes wird entastet. Der so preparierte Kerbbaum wird z.B. Traktor und Rolle unter viel Gesang der Borsche durch die Stadt zum Aufstellplatz gebracht. Dort angekommen sollte er möglichst durch reine Manneskraft mit Hilfe von Stangen und Seilen aufgestellt werden. Traditionell gibt es nach der schweren Arbeit ein gepflegtes Bier und lecker Erbsesupp für alle Beteiligten.

Der Kerbkranz

Der Kerbkranz wird von Männerhand aus Selleriekraut gewickelt und mit bunten Bändern behängt. Die spezielle Technik des Kranzbindens kennen in unsere Stadt leider nur noch wenige Altkerbborschen.

Die Kerbbobb

Die Kerbbobb wird 2 Wochen vor der Kerb von ihren Kerbborschen, bei gleichsamen üben des Kerbliedgutes, gebaut. Unterstützt durch deftige Speisung meist in Form von Hausmacher Wurst und Handkäse. Als geeignetes Getränk dient natürlich passend zur Jahreszeit Soise, Rausche und Äbbelwoi. Gegen das ein oder andere Schnäpschen ist auf Grund der Außentemperaturen nichts einzuwenden. Sodann wird die Kerbbobb im Dunkeln unter Verschluss gebracht und vor fremden Einblicken geschützt. Auch wird an diesem Tag der passende Name zum Aussehen der Kerbbobb überlegt. Der Name sowie die Bobb werden bis zum Kerbantrinken geheim gehalten. Die Kerbbobb ist das Heiligtum des Kerbborschenjahrgangs und steht natürlich unter dessen Schutz.

So unterliegt dieses Brauchtum festen Regeln.

  1. Die Kerbbobb ist so am Kerbbaum anzubringen, dass es etwaligen Übeltätern schwer fällt sie von dort zu entführen. Ist ein Stellen des Kerbbaums nicht möglich, muss jedoch zu mindestens der Kranz aufgehängt sein, so dass darunter die Kerbbobb auf ihrem Stuhl ihren Platz findet.
  2. Taufe und Bekanntgabe des Namens der Kerbbobb beim Kerbantrinken
  3. Die Entführung der Kerbbobb erfolgt niemals durch am Kerbjahrgang beteiligte Personen.
  4. Der Klau darf nur von maximal 3 Personen begangen werden.
  5. Zum Diebstahl dürfen keine technischen und mechanischen Hilfsmittel benutzt werden.
  6. Wird man bei der Tat entdeckt, so muss unbedingt davon abgelassen werden.
  7. Ist die Tat geglückt, so darf vom jeweiligen Kerbjahrgang oder dessen Wirt eine Auslöse gefordert werden, die entsprechend der Personenzahl in Speis und Trank ausgegeben wird.
  8. Die Kerbbobb darf in keinem Fall Schaden nehmen und muss nach Einigung in ordnungsgemäßen Zustand wieder zurückgegeben werden. Keinesfalls darf sie eigenmächtig vernichtet werden.
  9. Die Vernichtung der Kerbbobb wird als Frevel und Ehrverletzung betrachtet und dementsprechend geahndet. Die Kerbbobb ist Eigentum der Kerbborsche oder des Kerbvereins.
  10. Die Kerbbobb wird vom jeweiligen Kerbparre zu Grabe getragen und somit symbolisch dem Feuer zugeführt. Diese Zeremonie darf nur durch den jeweiligen Kerbparre durchgeführt werden. Sollte es keinen Kerbparre geben, bestimmt der Kerbverein eine geeignete Person dafür.
  11. Zuwiderhandler sollen mit Schimpf und Schande aus dem Ort getrieben werden.
Niederschrift der Überlieferung: 06.04.2012 durch 1. Vorsitzenden Peter Maul

Das könnte auch interessant sein...

1 Antwort

  1. 22. Oktober 2016

    […] Symbole unserer Kerb –> […]

Schreibe einen Kommentar